Alibaba klopft in Europa an


20170113 PIXABAY PC-monitor Aladin Zauberlampe

Quelle: pixabay.com - Abbildung Public Domain bzw. gemeinfrei nach CC0 1.0 Universell (CC0 1.0) -
Logo - Source: www.alibabagroup.com /  
www.alibabagroup.com/en/news/library -
Fotomontage: Michael Borchardt


Hangzhou, 12.1.2017 - Bei aller sinnvollen und notwendigen Beschäftigung mit Amazon, Otto, Zalando & Co. wird schnell einmal übersehen, dass sich via China, Taiwan und Hongkong längst auch Jack Ma von Alibaba auf den Weg gemacht hat, den weltweiten Online-Handel aufzumischen. 

Als wir uns vor einigen Jahren auf den europäischen Konsumgütermessen noch fragten, welches Unternehmenslogo denn da wohl auf den zahlreichen Werbetaschen der (meist) asiatischen Messebesucher prangte, bekamen wir nur schwerlich eine zufriedenstellende Antwort.

Dieser Zustand ist längst Geschichte - Alibaba und seine zahlreichen Tochter- und Schwesterunternehmen sind expansive Schwergewichte im E-Commerce und streben nun auch mit einem Logistikzentrum in die Europäische Union.

Alibaba, der weltweit grösste Online-Händler, GS-Solar und auch Vertreter der GoldPoly Group trafen sich am 11. Januar mit dem bulgarischen Ministerpräsidenten Bojko Metodiew Borissow, um über Investitionsmöglichkeiten im Land zu verhandeln. Konkret geht es um ein Logistik- bzw. Versandcenter. Das berichten neben der bulgarischen Regierung die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua und der IT-Fachdienst golem.de.

Europäische und speziell auch deutsche Kunden könnten mit einem solchen Logistikzentrum schneller und zuverlässiger versorgt werden - auf der anderen Seite hätten auch bulgarische Produzenten eine breite internationale Vermarktungsmöglichkeit für ihre Waren.

Der bulgarische Markt böte den chinesischen Online-Händlern sichere fiannzielle und wirtschaftliche Rahmenbedingungen bei niedrigen Steuern und geringen bürokratischen Hürden. Golem.de zur Bedeutung von Alibaba.com:

„Alibaba.com ist die größte Onlinehandelsplattform der Welt. Der Großhandelsshop bringt Produzenten, vornehmlich aus China, Indien und Pakistan, mit Händlern aus der ganzen Welt zusammen. Taobao ist ein reiner Onlinemarkt des Konzerns, der nach ähnlichen Prinzipien wie Ebay funktioniert. So können Händler und Privatpersonen Waren zu Festpreisen oder als Auktion anbieten. Heute gibt es kaum Produkte, die man nicht über Taobao beziehen kann. Wegen der gestiegenen Ansprüche der chinesischen Internetnutzer an Qualität und Service wurde 2008 Tmall.com gegründet. Tmall ist eine B2C-Webseite, die einen erweiterten Käuferschutz und strengere Kontrollen für Verkäufer bietet. Fast alle großen Markenhersteller verkaufen inzwischen ihre Waren direkt über Tmall. Anders als bei Taobao verdient Alibaba hier direkt an den Verkäufen mit.

Alipay ist ein Transaktionsdienst, der, ähnlich wie Paypal, als Treuhandservice agiert. Der Zahlungsabwickler ist stark mit Taobao verwoben - für jeden Taobao-Kunden ist die Eröffnung eines Alipay-Kontos mit wenigen Klicks erledigt. Es lassen sich inzwischen mancherorts auch Gas-, Wasser- und Stromrechnungen per Alipay begleichen. Die mobile Alipay-App kann auch Strafzettel begleichen.

St© 2016-2018 RetailConsult.de - Michael Borchardt, Pfeiferstrasse 7, D-60431 Frankfurt am Main - Mobil +49.177.214.3576 - Fax +49.3212.60.70.762 - e-Mail michael.borchardt@retailconsult.de