IKEA kann’s noch - der neue Katalog 2016/2017 ist da


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Cover des neuen IKEA-Katalogs - Quelle: IKEA Deutschland GmbH & Co. KG, Hofheim-Wallau


Älmhult/Hofheim-Wallau, 24.8.2016 - Es kribbelt immer noch, ein bisschen so, wie früher beim ersten Durchblättern des druckfrischen Quelle-Katalogs - und heute am ehesten noch bei der Lektüre der alljährlichen Manufactum-Neuerscheinung. 

„What is it? Why does your mind stray?“ - möchte man sich mit Peter Falk in Wim Wenders’ „Der Himmel über Berlin“ fragen - warum ist das Kribbeln immer noch da, wenn man den neuen IKEA-Katalog an einem Tag im Spätsommer aus dem Briefkasten holt, der erste Blick auf’s Cover fällt und man ungeduldig und gleichzeitig gedankenverloren die ersten Seiten aufblättert. Auf der Suche nach…, ja - nach was eigentlich?

Vielleicht verstehen es die die IKEA-Marketing-Kollegen einfach „nur“ zu gut, uns beim Blättern in alten Zeiten schwelgen zu lassen, Erinnerungen ans Kinderparadies mit seinem Bad aus Plastikbällen zu wecken, an die unvermeidlichen Köttbullar im Ikea-Restaurant - klar, mit Tomatensauce, später an die ersten eigenen Möbel - mit Freund oder Freundin ausgesucht, gekauft, in den geliehenen Transporter gehievt und in der WG im 4.Stock Altbau oder der eigenen Wohnung mühsam schwitzend und fluchend aufgebaut. An das Schlangestehen am Service-Schalter, weil die Kommode KLAXEN wieder nur drei Beine hatte, an das selbstproduzierte „Knäckebrot“, als der drei Meter hohe Schlafzimmerschrank BÄNGSTEN beim Aufbau beschloss, blitzschnell wie ein Kartenhaus in sich zusammenzufallen usw. Das ist es sicherlich - aber noch viel mehr.

So hat IKEA immer noch preisgünstige Möbel und Accessoires im Angebot; manchmal sind auch richtige Design-Highlights darunter, wie der Stuhl JANINGE, das Induktionskochfeld TILLREDA, die Koch- und Accessoires-Serie VARDAGEN oder die 365+ KARAFFE. Nicht zu reden von BILLY - dem Regal.

Dann wiederum mögen sich viele Markenhersteller ärgern - und finden ihr ursprüngliches Design in einer - naja, sagen wir - Neuinterpretation im IKEA-Katalog und auf der Fläche wieder.

Trotzdem - IKEA schärft nach wie vor unsere Sinne für gutes Design und klare, skandinavische Formen - gerade dann, wenn mal der eine oder die andere Designerin das letzte Quentchen Formgefühl vermissen lassen. Dann haben wir aber eine Vorstellung davon, wie es noch besser hätte aussehen können.

Aber das IKEA-Katalogkonzept lebt und entwickelt sich auch mit seinen Lesern und Käufern: der Trend zum „Micro-Loft“ bzw. Micro-Appartment ist unübersehbar - sei es bei Kücheneinrichtungen wie SUNNERSTA (Katalogseite 38) oder Wohnvorschlägen wie „Immer auf dem Sprung“ (Katalogseite 114) - für die „Urban Nomads“. Auch die Nutzung multifunktionaler Räume ist in diesem Zusammenhang relevant. 

Viel Neues auch rund um Überlegungen und Konzepte der Katalogmacher. An zahlreichen Stellen des Katalogs stellen IKEA-Verantwortliche ihre Sicht aktueller Wohnkonzepte vor - hier fliessen die Ergebnisse der IKEA-„Life at Home“-Reports ein - sozialwissenschaftliche Studien, die sich mit weltweiten Trends und Wünschen von Konsumenten rund ums Thema „Häusliches Leben“ beschäftigen. Und aus den Erkenntnissen in kürzester Zeit neue Produke kreieren.

Dann wiederum kommen vier europäische Kunden zu Wort und dürfen schildern, was für sie ein Zuhause ausmacht.

IKEA geht sogar soweit, Beispiele des Unternehmens im gesellschaftspolitischen Bereich vorzuführen - hier wird die (vermeintliche) Grenze zwischen Marketing/Vertrieb und PR deutlich überschritten.

Aber vielleicht ist das bei diesem Gesamtkunstwerk ja auch gar nicht mehr so wichtig. Denn ein Bild der IKEA-Produkt- und Geschäftspolitik können sich in Deutschland, Europa und der Welt sehr viele Menschen machen: die 66. Ausgabe des Katalogs hat hierzulande eine Auflage von 30 Millionen Exemplaren; weltweit sind es 211 Millionen.

Hier gibt’s ein „Making Of“ dazu auf YouTube. Wann holen Sie Ihren IKEA-Katalog aus dem Briefkasten?


Aktueller „Life at Home“-Report als PDF zum Herunterladen.

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