RetailWatch - Aktuell

EuroCIS - Im Maschinenraum des Handels der Zukunft


2019-02-20 EuroCIS Duesseldorf

EuroCIS - Retail Technology in Düsseldorf - 20.2.2019


Düsseldorf/Frankfurt am Main, 27.2.2019 - „Technology Never Sleeps“ - unter diesem hübschen Motto zeigte die Messe Düsseldorf zusammen mit dem Kölner EHI Retail Institute drei Tage lang die wirklich allerneuesten Neuigkeiten aus der Welt der Retail Technology. 

Und die Besucher kamen - und wie sie kamen. Mehr als 13.000 Gäste aus 94 Ländern informierten sich über Omnichannel-Lösungen, den Einsatz Künstlicher Intelligenz, das Internet of Things (IoT), kassenlose Shops à la Amazon Go oder mobile Zahlungslösungen. Dazu Unmengen an Scannern, Druckern, RFID-Etiketten, Digital Signages usw. 

Man musste schon einen ziemlich klaren Kompass haben, um in diesem „Männerparadies“ nicht sang- und klanglos unterzugehen. 

Die Veranstalter gaben im Vorfeld sicherlich ihr Bestes, um eine halbwegs klare Struktur in die Ausstellung zu bringen, aber natürlich fand dieses Bemühen bei der Belegung von lediglich zwei Hallen (9 und 10) (plus grosszügigem Atrium) seine klaren Grenzen. So gab es immer wieder überraschende Entdeckungen zu machen. 

Der ortsansässige Anbieter StrongPoint GmbH gehörte dazu. Er zeigte dem bislang im Omnichannel noch recht schwachen Lebensmitteleinzelhandel (LEH), wie er mit einer integrierten Logistiklösung vom Auftragseingang bis zur Auslieferung an die Haustür des Kunden oder an eine Packstation mit drei Temperaturbereichen (ungekühlt, Kühlung, Tiefkühlung) dieses Feld zukünftig bespielen kann. Dabei liegen die Vorteile für den Endkunden klar auf der Hand - freie Wahl bei der Zustellung der Einkäufe und für den Händler kommen ergänzend die Module für’a „Pick & Collect“ und die Routenoptimierung bei der Auslieferung dazu. 

Aber es ging auch drei Nummern kleiner. Für den optimierungswilligen klein- und mittelständischen Einzelhandel (oder auch die Gastronomie) bietet sich der Einsatz drahtloser POS-Drucklösungen des japanischen Herstellers StarMicronics an. „Out-of-the-Box“-Kassensysteme mit einem per Bluetooth, WLAN oder erstmals per AirPrint angebundenen Belegdrucker und einem iPad als intelligenten Monitor - dazu die Kassenschublade - fertig ist die Laube. Das fühlt sich fast schon so an wie im AppleStore.

À propos AppleStore und intelligentes Shopdesign: ebenfalls ein ganz grosses Thema auf der EuroCIS waren Digital Signages, also digitale Monitore, die für eine zeitgemässe Kommunikation mit den Kunden eingesetzt werden können: „Wie steht Ihnen diese Jeans in schwarz?“ „Kann ich den Sakko auch in rot tragen?“ Aber das ist beim aktuellen Stand der Technik lediglich der Einstieg. Aktuelle Digital Signages lassen sich mit der Warenwirtschaft verbinden, spielen besondere „Schnäppchen“ an die Kunden aus, fungieren als elektronisches Preisschild oder als „digitales Wegeleitsystem“. Hier kommt zunehmend auch das persönliche Smartphone der Kunden ins Spiel, welches dann als „Touchpoint“ genutzt werden kann.

Klar wird aber auch, dass viele dieser neuen beeindruckenden Technologien einen ausgeprägten Kundenfokus mitbringen müssen, um akzeptiert zu werden und vor allem eine höhere Konversionsrate zu erzielen. „Nice to have“ ist schön, aber gerade die angesprochene KMU-Klientel wird sich ganz konkret überlegen (müssen), welchen Kundennutzen die jeweilige Investition hat. Um am Beispiel der Digital Signages zu bleiben: helfen die ausgespielten bzw. angezeigten Informationen den Kunden, ihren Einkauf peppiger, einfacher, schneller oder informierter zu gestalten - sehr gut. Ansonsten - ab dafür.

Aber auch umgekehrt wird ein Schuh draus: wir erleben das als Kunden gerade in den DM-Drogeriemärkten. Hier informieren sich die Mitarbeiter für und mit ihren Kunden über eine spezielle App auf ihren Diensthandys über Produktdetails, Inhaltsstoffe, allergenes Potential usw. Ausbaufähig ist diese Technologie - und auch das zeigt die Messe - um zusätzliches Cross-Selling-Potential - die Verbindung zu anderen Abteilungen im Geschäft, Angeboten, Produkt-Bundles oder in den Online-Shop.

Abschliessend noch zu den sich weiter ausdifferenzierenden Bezahlmöglichkeiten - dieser Schritt ist ja für alle Beteiligten nicht gerade unwesentlich. Auf der einen Seite schnell, bequem und sicher - für Händler wie Kunden - auf der anderen Seite aber auch so unauffällig wie möglich - Geldausgeben soll ja auch nicht weh tun - und schon gar nicht den Kunden. 

So erweitert sich einerseits stetig die Palette der angebotenen bzw. akzeptierten unbaren Zahlungsmöglichkeiten wie jüngst z.B. durch Apple Pay, vielfach wird aber auch die schnell weiter wachsende Kundenklientel aus China und deren Gewohnheiten in den Blick genommen: Alipay oder WePay - um nur die erfolgreichsten zu nennen - wenn irgend möglich noch in Kombination mit ergänzenden Rabatt- oder Kundenbindungsprogrammen. 

Auf der EuroCIS waren in diesem Bereich z.B. die S-Payment GmbH, die VR Payment  GmbH - deren beider Fokus klar auf dem Stärken des regionalen Handels liegt (gerade auch Bäcker, Metzger, Markthändler), wirecard oder die Worldline/SIX Payment Services vertreten.

Speziell zu diesem Thema findet vom 7.-8. Mai 2019 ein sicherlich spannender Kongress des EHI Retail Institute statt. 

NET & WORK - Eine E-Commerce-Messe mit besonderem Format


2019-02-16 NET + WORK The Squaire Frankfurt am Main 50

NET & WORK - Die E-Commerce-Messe 2019 - The Squaire am Frankfurter Flughafen


Frankfurt am Main, 16.2.2019 - „The Squaire“ am Frankfurter Flughafen ist schon ein aussergewöhnliches Gebäude - von aussen betrachtet wirkt es wie ein riesiges U-Boot im Trockendock - von innen, grosszügig, luftig, hell und futuristisch. 

Der richtige Ort also für eine IT-Messe, die dem (Einzel-)Handel den Weg in die Zukunft weisen möchte - NET & WORK. Veranstaltet von der Händlerbund Management AG - kurz Händlerbund - mit Sitz in Leipzig. 

Die Organisation kümmert sich seit 2008 als „360° E-Commerce-Netzwerk“ um sämtliche Belange von Online-Händlern, darunter so wichtige Themen wie Rechtsberatung, DSGVO, Unterstützung bei Abmahnungen, Inkassoservice und vergibt darüber hinaus ein „Online-Gütesiegel Käufersiegel“ - natürlich nur beim Vorliegen bestimmter Qualitätskriterien auf Seiten des Online-Shops. Aktuell betreut der Händlerbund nach eigenen Angaben mehr als 80.000 Onlinepräsenzen.

Aber zurück zur NET & WORK. Über den Tag verteilt informierte sich eine deutlich vierstellige Besucherzahl (darunter anscheinend nur wenige rein stationäre Händler) über neueste Entwicklungen im E-Commerce. Das Programm war reichhaltig - es umfasste sowohl eine Messe mit rund 75 Ausstellern aus den vier Themenbereichen

  • Marktplätze & Payment
  • Logistik & Internationalisierung
  • Online-Marketing
  • Shopsysteme & Tools

als auch ein abwechslungsreiches und hochaktuelles Vortragsprogramm.

Man musste jetzt nicht unbedingt ein Fan des Keynote Speakers Oliver Pocher sein, ehemaliger TV-Sidekick Harald Schmidts, um hier auf seine Kosten zu kommen. Aber gelohnt hat sich Zuhören und -schauen bei dessen launigem Einstieg in die Veranstaltung allemal. 

In über 60 Vorträgen und Präsentationen aus den genannten Themenbereichen tankten die Besucher sowohl Überblickswissen („Unternehmenskultur als Schlüssel zum Erfolg“) erfuhren aber auch ganz praktische Unterstützung wie z.B. beim Vortrag „Google Strafen verstehen, entfernen, vermeiden“ - hier „stapelten“ sich die interessierten Zuhörer geradezu. Technisch mit Kopfhörer und -Verstärker ausgestattet, war es jederzeit ein Vergnügen, den Vorträgen zu lauschen. Um zwischendurch wieder zu Kräften zu kommen und angenehmer untereinander netzwerken zu können, war an zahlreichen kalten und warmen Buffets für das leibliche Wohl der Besucher, Aussteller und Vortragenden gesorgt - Stationen für Kaffee und Tee sowie Kühlschränke mit Erfrischungsgetränken rundeten das Bild ab.

Aus zahlreichen Gesprächen mit Besuchern und Ausstellern zeichnete sich ein äusserst gelungenes Bild von Konzeption und Inhalt der NET & WORK ab. Wenn es überhaupt einen zarten Kritikpunkt gegeben haben mochte, dann war es eher das schier überbordende thematische Angebot - gerade im Vortragsbereich und der Parallelität vieler spannender Präsentationen. Natürlich mag nicht jeder Referent locker-strahlend Einblick in seine Präsentationsunterlagen geben - aber wo dies machbar ist, wäre vielen Besuchern auch nachträglich geholfen - gerne auch in Form eines Tagungsbandes, -PDFs oder eines geschützten Bereiches auf der Website der Veranstaltung. Und das Format auf zwei Tage zu erweitern, wäre ebenfalls eine Überlegung wert.

So bleibt als Fazit der NET & WORK - organisiert in einer ja nicht gerade armen Veranstaltungslandschaft zum Thema E-Commerce - : ein absolut gelungener Tag mit sehr umfassenden Informationsmöglichkeiten in einem durchweg kommunikativen Umfeld, sehr professionell organisiert und ebenfalls sehr zugewandt betreut durch die zahlreichen Kolleginnen und Kollegen vom Händlerbund (in individuellen Namens-T-Shirts). Viele, Autor eingeschlossen, werden sich auf eine Fortsetzung des Formates im nächsten Jahr freuen.

AMBIENTE 2019 - neue Dimension der Konsumgütermesse? Eine Nachlese.


2019-02-11 AMBIENTE Frankfurt am Main 50

AMBIENTE 2019 - Eingang zur neuen Halle 12


Frankfurt am Main, 12.2.2019 - Mein lieber Scholli, das war ein Marketing-Getrommel im Vorfeld der AMBIENTE - gefühlte dreizehn Monate lang kommunizierte die Messegesellschaft Neukonzeption der Hallen sowie das Rahmenprogramm. Nicht ganz erfolglos, wie Besuch und offizielle Zahlen der Messe belegen.

Bereits vor Beginn der diesjährigen Ausstellungssaison stellte Messegeschäftsführer Detlef Braun einen Management Report vor, der in Zusammenarbeit mit dem IFH Köln entstand - „Der Strukturwandel im deutschen Handel“. Diese sehr lesenswerte kleine Broschüre - die natürlich auch nicht ohne den Verweis auf die turbulente VUKA-Welt im Vorwort auskommt (sich aber meistens in der Variante des englischen Akronyms VUCA präsentiert) - enthüllt im Fortgang der Darstellung, dass in den kommenden Jahren in der Tat wenig Ziegelsteine im stationären Handel an ihrem Platz bleiben werden.

Auf der einen Seite der vom Gigatrend „Convenience“ beförderte weitere Aufstieg des E-Commerce, der dem stationären Handel bei Umsatz und Marktanteilen zu schaffen macht und diesen häufig in Kosten-/Ertragsstrukturen drückt, die ein weiteres Überleben unmöglich machen. Auf der anderen Seite ein Versagen des - häufig kleinteiligen - Fachhandels im Umgang mit den notwendigen Digitalisierungskonzepten.

Natürlich macht dieses sukzessive Ausbluten des Präsenzhandels auch der Messe Frankfurt und ihrem Konsumgüterbereich zu schaffen: denn in den Jahren 2000 bis 2017 sind schon mal flugs 100.000 Einzelhandelsunternehmen (über sämtliche Handelsformen betrachtet) über die Wupper gegangen - aktuell dürfte deren Zahl bei deutlich unter 300.000 liegen - Tendenz fallend (oder steigend - je nach Standpunkt).

Im genannten Zeitraum können aber wiederum die stationären Händler mit Multichannel-Angebot ihren Umsatz von 7 Milliarden auf 18 Milliarden Euro (2017) steigern.

Nicht zuletzt das Internet bietet den Konsumenten optimale Informationsmöglichkeiten über Produkte bzw. Dienstleistungen und drängt das traditionell vor einer Kaufentscheidung geschätzte Beratungsangebot im Handel in den Hintergrund. 

Versäumt der stationäre Handel es dann auch noch, den Zug Richtung Digitalisierung in letzter Minute zu erreichen, wird es düster.

Und für die Messe: klar - die geschilderte Entwicklung hat Auswirkungen auf der Besucherseite, damit auf der Ausstellerseite und letztlich rückwirkend auf die Angebotspalette einer Konsumgütermesse wie der AMBIENTE. 

Aber die Messe hat wahrnehmbar reagiert. Dabei spielt (trotz Renovierung der Halle 6) das enorm luftige Platzangebot der erstmals für die AMBIENTE genutzten neuen Halle 12 eine besondere Rolle. Über Umplatzierungen der Aussteller und Re-Integration zu heute handelsüblichen Warenwelten (v.a. auch in der Halle 11 zu bestaunen) bekommen die Besucher eine intensivere Vorstellung von ihren eigenen Präsentationsmöglichkeiten und können dadurch ihr Orderverhalten optimieren.

In objektiven Zahlen des Schlussberichtes der Messegesellschaft Frankfurt liest sich das so: 

„Mit sehr guter Stimmung und gestiegenen Besucherzahlen geht nach fünf Tagen die Weltleitmesse für Konsumgüter in Frankfurt zu Ende. 136.000 Fachbesucher aus 166 Ländern orderten auf der Ambiente 2019 für ihre Geschäfte die neuesten Produkte aus der ganzen Welt, holten sich Inspirationen für die Inszenierung am PoS und Impulse für die digitale Zukunft.“

Die fünf Besuchertage der AMBIENTE spielten sich mit 306.500 Bruttoquadratmetern auf einer minimal kleineren Fläche als im Vorjahr ab (308.000). Für die einen positiv - für den deutschen Handel betrachtet sicherlich weniger: 85 Prozent der heuer 4.451 Aussteller kamen aus dem Ausland (2018: mit 4.376 Ausstellern 81 Prozent).

Im Gespräch mit Messebesuchern und Ausstellern zeigte sich jedoch ein nach Hallen und Sortiment durchaus unterschiedliches Echo: Während beispielsweise die Aussteller in der Halle 3 (GPK) und der Halle 11 (Wohndesign, PBS) mit Frequenz und Umsätzen zufrieden waren, fiel das Bild in der neuen Halle 12 und einigen anderen Hallen deutlicher auseinander. Hier kamen die Aussteller - gerade auch an den Tagen mit Einkäuferbesuchen für die grösseren Handelsformate - nach eigenen Aussagen nur bedingt auf ihre Kosten.

Dennoch - die neue Infrastruktur mit optimierter Erreichbarkeit der Hallen über die Via Mobile, Sonderschauen wie „HAND MAKE“ des diesjährigen Partnerlandes Indien, die traditionelle Verleihung des Negativpreises „Plagiarius“, Kochshows, die AMBIENTE Academy mit Fachvorträgen für neue Handelskonzepte, die Talents, die Future Thinkers, der Ethical Style Guide, den German Design Award oder auch die für das Objektgeschäft konzipierte Contract Business & Horeca bilden ein sehr professionelles Rahmenprogramm für die eigentliche Messe und belegen, dass es die Frankfurter Messegesellschaft mit ihren ambitionierten Aussagen zur Weiterentwicklung der Konsumgütermessen ernst meint.

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Sondershow „Plagiarius"

Weniger gelungen fanden wir die Sonderschau Solutions (GPK-Produkte vor dem Eingang zur Halle 4), den Point of Experience im Verbindungsgang zwischen Via Mobile und den Hallen 3 und 4 (hier wurden Lösungen für die Digitalisierung am POS gezeigt) oder die Trendschau in der Galleria. Das hat man entweder auf anderen internationalen Messen schon mal inspirierender erlebt oder - wie am Point of Experience - war der Erkenntniswert begrenzt.

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Sondershow "Point of Experience"

Ein paar Fragen bleiben - wie bei den vergangenen Messen - offen.

Warum findet keine „Verlängerung“ der Messe in die innovativen Geschäfte der Innenstadt statt?

Warum nutzt man nicht die aktuelle Bauhaus-Sonderausstellung im Frankfurter Museum für angewandte Kunst zum Thema „Moderne am Main 1919-1933“ - um zusätzliche Querverbindungen herzustellen. Der „Sprung“ über den Main mit der Strassenbahnlinie 16 wäre ein ganz kurzer.

Warum ergänzt man die Messeschau nicht nach dem Kölner Möbelmesse-Konzept der „Passagen“ und mietet sich in Pop up-Stores oder attraktive Veranstaltungsräume ein?

Enden wir aber versöhnlich. Auf der diesjährigen Pressekonferenz zum Start der AMBIENTE liess Detlef Braun, Messegeschäftsführer, doch noch eine spannende Katze aus dem Sack: zusammen mit dem EDI-Dienstleister nmedia und der Bielefelder EK/servicegroup baut die Messe Frankfurt einen internationalen B-2-B-Marktplatz auf, der - analog zu den Präsenzmessen - Hersteller und Händler digital vernetzen soll. Das Projekt soll unter dem Namen „nextrade“ firmieren. Hierzu die Pressemitteilung der Messe Frankfurt:

„Die digitalen Geschäftsmodelle führen zu massiven Konsolidierungen im Handel. Zwischen 2000 und 2017 mussten allein in Deutschland 100.000 Einzelhandelsgeschäfte schließen. Hier sehen wir Handlungsbedarf, aber auch konkrete Stellhebel für den zukünftigen Erfolg. Deshalb möchten wir als Messe Frankfurt Aussteller und Handel mit einem neuen, digitalen Ordertool im Netz gezielt unterstützen. Als Vermarktungs- und Vertriebspartner von nmedia gibt die Messe Frankfurt Ausstellern und Besuchern der Konsumgütermessen zukünftig ein weiteres Werkzeug an die Hand, um im zunehmend härter werdenden Wettbewerb zu bestehen. Wie auch auf unseren Messen führen wir hier Angebot und Nachfrage perfekt zusammen‘, so der Geschäftsführer der Messe Frankfurt, Detlef Braun.

Gemeinsam mit nmedia, dem Marktführer im Bereich Electronic Data Interchange (EDI) in Europa, wird die Messe Frankfurt nextrade aufbauen und hat sich aus diesem Grund an der nmedia GmbH beteiligt. Bereits heute übersetzt nmedia mit dem EDI-Clearing-Center die Sprache der IT-Systeme von Lieferant und Händler und ermöglicht so die automatisierte Order von Produkten und Sortimenten. Dadurch werden Bestellungen vollautomatisiert vom System des Händlers generiert und in das System des Lieferanten gespielt. So lassen sich Ressourcen- und Kosteneinsparungen sowie Effizienzsteigerungen für die Lieferanten und Händler realisieren.

Aufbau digitaler B-to-B Marktplatz nextrade

Sämtliche führende Lieferanten und Händler sind bereits Kunden von nmedia. Somit ist es der ideale Partner zum Aufbau eines B-to-B Markplatzes für den gesamten Konsumgüterbereich. Für den Aufbau von nextrade wird nmedia seine im Portfolio befindlichen 1.000 Händler und 500 Lieferanten von der EDI-Plattform in den neuen Marktplatz überführen. Als Vertriebspartner wird die Messe Frankfurt neue Lieferanten und Händler, die Teil des Marktplatzes sein möchten, akquirieren.

Die Lieferanten pflegen die Daten ihrer Artikel auf dem Marktplatz in einen jeweils eigenen Webshop ein. Händler können dann über nextrade in den einzelnen Webshops nach Freischaltung durch den jeweiligen Lieferanten digital, zentral und über einen Kanal bestellen, statt manuell bei jedem Lieferanten einzeln zu ordern. Mit dem Marktplatz nextrade wird die Messe Frankfurt einmal mehr zum Partner für die digitale Transformation der Branche.“

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Sonderpräsentation „60 Jahre mono“ 1959-2019

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